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Internationale Rahmenkonvention zur Kontrolle des Alkoholkonsums notwendig Der erhebliche Beitrag des Alkoholkonsums zu weltweiten Krankheitsbelastungen und wesentlichen volkswirtschaftlichen Folgekosten ist eindeutig belegt. Dennoch ist die Schwerpunktsetzung mit Blick auf die Kontrolle des Alkoholkonsums in den meisten Ländern und auch international immer noch unzureichend. Eine internationale Gesundheitspolitik in Form einer Rahmenkonvention zur Alkoholkontrolle (Framework Convention on Alcohol Control, FCAC) ist daher notwendig, um jene weltweiten Bedingungen auszugleichen, die alkoholbedingte Gefährdungen fördern. Die Konvention könnte auch zu nationalen Maßnahmen ermutigen und diese unterstützen. Dies sind Ausschnitte des Handlungsaufrufs im dritten Artikel der aktuellen 'The Lancet'-Alkohol-Serie, verfasst von Professor Sally Casswell von der Massey University im australischen Auckland und Dr. Thaksaphon Thamarangsi vom thailändischen Gesundheitsministerium in Bangkok. Die Autoren stellen fest: "Die Ausweitung der industriellen Alkoholproduktion und -vermarktung treibt den Alkoholkonsum in den neu entstehenden Märkten und bei den jungen Menschen in bereits entwickelten Märkten nach oben. Kostenwirksame und erschwingliche, die Gefährdungen eindämmende Maßnahmen existieren bereits und müssen dringenst aufgestockt werden. Die meisten Länder halten jedoch keine angemessenen Maßnahmen vor. Den Fortschritt hemmende Faktoren beinhalten mangelnden politischen Willen sowie unvorteilhafte Teilhabe der Alkoholindustrie an politischen Prozessen. Zudem verhindern zunehmende Schwierigkeiten im Freihandelsbereich angemessene Reaktionen auf nationaler Ebene. Eine wirksame nationale und internationale Antwort fordert nicht nur die Regierungen, sondern erfordert auch Nichtregierungsorganisationen, die Regierungsbehörden unterstützen und auch zur Verantwortung ziehen." Der Artikel enthält eine Reihe von wesentlichen Botschaften:
Die Autoren folgern: "Um diese Antwort zu ermöglichen, benötigen wir: einen aktiven Verhandlungsprozess, in dem das internationale Hauptaugenmerk bezüglich des Alkohols ausgeweitet wird; nationale Regierungen, die überzeugt zu ihren Maßnahmen stehen und darin unterstützt werden sowie eine national und international zunehmende Interessensvertretung auf nichtstaatlicher Ebene. Die Anwendung internationalen Rechts ist essenziell, um ein Forum für Kooperation und Verhandlung – ein FCAC - zu schaffen. Ebenso müssen auch die ersten unternommenen Schritte dringend ausgeweitet werden." Quelle: S Casswell and T Thamarangsi . Reducing harm from alcohol: call to action. Lancet 2009; 373: 2247 http://www.thelancet.com |
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