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THE LANCET   12.06.09
 
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Frauen in medizinischen Berufen haben beste Zukunftsaussichten

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Der aktuelle Leitartikel diskutiert den jüngsten Bericht des britischen Royal College of Physicians (RCP): Women and medicine: the future. Dieser stellt fest, dass Frauen bezüglich ihrer beruflichen Entwicklung meist die gleichen Möglichkeiten wie Männer hätten, dass es in einigen Bereichen jedoch noch Raum für Verbesserungen gäbe.

Im Jahr 2013 werden wahrscheinlich die meisten Allgemeinärzte und im Jahr 2017 werden die meisten Ärzte des britischen Nationalen Gesundheitsdienstes (NHS) Frauen sein. Der Leitartikel stellt fest: "Es gibt bei den Frauen keinerlei Hinweise auf ein mangelndes Fortkommen in ihren medizinischen Laufbahnen. Im Jahr 2007 hatten Frauen mehrheitlich die führenden Positionen in den Fachschulen der meisten medizinischen Spezialgebiete inne, darunter auch in den Allgemeinpraxen. 47 Prozent jener, die im Alter von 30 bis 34 Jahren eine Facharztposition erreichen konnten, waren Frauen. Im Vergleich hierzu sind nur 20 Prozent der Ärztinnen im Alter von über 55 Jahren spezialisiert. Unter der Annahme, dass mit dem Trend zur fachärztlichen Betreuung der Patienten Facharztpositionen zunehmend zu Verfügung stehen werden, sind die Aussichten für Frauen und Männer gleichermaßen gut, Fachärzte zu werden."

Der Leitartikel fügt jedoch hinzu, dass Frauen in einigen Bereichen unterrepräsentiert seien und bemerkt: "Nur wenige Frauen sind medizinische Direktorinnen der NHS-Trusts oder leiten geschäftsführende Gremien in den Trusts der Primärversorgung, Frauen müssen bislang erst Präsidentin des Royal College of Surgeons werden, nur 12 Prozent der Klinikprofessuren sind von Frauen besetzt und im Jahr 2006 hatten sechs medizinische Fachschulen keine Professorinnen. In den USA und in Großbritannien sind Frauen in der akademischen Medizin immer noch erheblich unterrepräsentiert, insbesondere in leitenden Positionen wie auch in der Wissenschaft allgemein. Fehlende Beschäftigungsmodelle für Frauen, wenige Fürsprecher und nur wenige Frauen in den Berufungsgremien wurden als wichtigste Barrieren akademischen Fortschritts erkannt. Hinzu kommt noch die unzureichende Unterstützung flexibler Arbeitszeiten seitens der akademischen Führungskräfte."

In seiner Schlussfolgerung stellt der Leitartikel mit einigen allgemeinen Kommentaren zu medizinischen Arbeitskräften fest: "Der Einfluss der europäischen Arbeitszeit-Richtlinie auf Schulung und Entwicklung der beruflichen Laufbahn muss hoch anerkannt werden, dennoch sind zweifellos mehr Ärzte notwendig und es gibt keinen Grund, das gegenwärtig auf Verdiensten basierende Auswahlverfahren zu ändern. Solange die Gesamtzahl der Ärzte weiterhin zunimmt und somit einen größeren Pool von Talenten bereitstellt, sollte der Berufsstand der Ärzte gleichermaßen sicher in den Händen von Frauen und Männern liegen."

Quelle: Editorial. Women in medicine—a future assured. Lancet 2009; 373: 1997
 
http://www.thelancet.com
 
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