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THE LANCET   01.05.09
 
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Cetuximab verbessert Gesamtüberlebensrate beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom

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Eine Phase-III-Studie konnte zeigen, dass die zusätzliche Gabe von Cetuximab zur platin-basierten Chemotherapie bei Patienten mit nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) die Überlebensrate im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie um mehr als einen Monat verlängert. Cetuximab stellt daher eine neue Behandlungsoption für Patienten mit NSCLC dar. Die Ergebnisse der FLEX-Studie werden in einem aktuellen, von Professor Robert Pirker von der Medizinischen Universität Wien und Kollegen verfassten Artikel beschrieben.

Cetuximab wirkt, indem es den epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor (EGFR) blockiert. Dieser ist an den Signalübertragungsfunktionen der Zelle beteiligt, die für das Tumorwachstum verantwortlich sind. In dieser randomisierten Studie wurden 1125 Patienten mit fortgeschrittenem nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom, die bislang keine Chemotherapie erhalten hatten und 18 Jahre oder älter waren, per Zufallsverfahren in einem 1:1-Verhältnis einer mit Cetuximab kombinierten Chemotherapie (Kombination von Cisplatin und Vinorelbine, 557 Patienten) oder einer alleinigen Chemotherapie (556) zugeordnet. Cetuximab wurde nach Beendigung der Chemotherapie so lange weiterverabreicht, bis ein Fortschreiten der Erkrankung einsetzte oder die Toxizität unzumutbar wurde. Die Forscher stellten fest, dass die Überlebensrate in der Cetuximab-Gruppe gegenüber der Chemotherapie-Gruppe höher lag (11,3 Monate verglichen mit 10,1 Monaten).

Die Autoren folgern: "Cetuximab, zusätzlich zur platin-basierten Chemotherapie gegeben, kann bei Patienten mit fortgeschrittenem nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom mit EGFR-Expression als neue Standard-Erstlinientherapieoption betrachtet werden. Cetuximab bietet zudem neue Möglichkeiten der klinischen Erforschung der Behandlung des nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms bereits in jüngeren Stadien."

In einem begleitenden Kommentar bemerken Dr. Roy S. Herbst vom Department of Thoracic/Head and Neck Medical Oncology am University of Texas M. D. Anderson Cancer Center in Houston und Dr. Fred R. Hirsch von der University of Colorado in Denver: "Cetuximab füllt potenziell den bislang ungedeckten medizinischen Bedarf bei Patienten mit fortgeschrittenem nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom. Das Ausmaß des Überlebensvorteils fiel in der FLEX-Studie jedoch recht gering aus, und zudem stellte sich heraus, dass Cetuximab keinen Effekt auf das progressionsfreie Überleben hatte."

Die Forscher folgern: "Weitere Biomarker-Studien sind wichtig, um genau zu verstehen, welche Patienten am meisten von welcher verabreichten Therapie profitieren werden. Zudem wird die Entwicklung neuer Substanzen diesen stärker personalisierten Ansatz bezüglich des Krebses erforderlich machen."

Quelle: Pirker, R. and others. Cetuximab plus chemotherapy in patients with advanced non-small-cell lung cancer (FLEX): an open-label randomised phase III trial. Lancet 2009; 373: 1525 - 1531
 
http://www.thelancet.com
 
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