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Britischer Gesundheitsminister lenkt Aufmerksamkeit von Risiken für Fettleibigkeit und Diabetes ab Der aktuelle Leitartikel konzentriert sich auf jüngste Äußerungen des neuen britischen Gesundheitsministers Andrew Lansley. Dieser hatte behauptet, dass die von TV-Starkoch Jamie Oliver gestartete Kampagne zur Förderung gesunden Essens an britischen Schulen erfolglos wäre. Lansley merkt an, dass die Anzahl der Kinder, die nach Olivers öffentlicher 'Feed Me Better'-Kampagne zur Verbesserung des Nährwerts des in Schulen bereitgestellten Essens an der Schulspeisung teilnehmen würden, gesunken wäre. Er folgert daraus, dass an Eltern und ihre Kinder gerichtete Vorträge zu einer Distanzierung führen würden, die sich letztendlich kontraproduktiv auf die öffentliche Gesundheit auswirken würde. Allerdings zeigen jüngste Zahlen des School Food Trust der britischen Regierung, dass die Anzahl der Kinder, die von den Schulen angebotene Mahlzeiten einnehmen, leicht steigen und nicht sinken. Es gibt zudem weitere Hinweise wie die kürzlich veröffentlichte HEALTHY-Studie, wonach gesundes Essen an den Schulen einen Unterschied bewirken kann. Diese schulbasierte, aus mehreren Komponenten bestehende Intervention umfasste verbesserten Sportunterricht sowie Aktivitäten im Unterricht, um damit Verhaltensänderungen zu fördern. Als Ergebnis zeichneten sich Hinweise auf einen verringerten Körperfettgehalt bei Schulkindern ab, die ein Risiko für Fettleibigkeit und Diabetes-Typ-2 aufweisen. Der Leitartikel verweist auch auf einen aktuell veröffentlichten Kommentar von Cécile Knai und Kollegen hinsichtlich der britischen Forschungsinitiative DRINC. Diese zielt auf so genanntes Designfood mit verbesserten Nährwerten und läuft dabei jedoch Gefahr, von den tatsächlichen Risiken für die öffentliche Gesundheit abzulenken, die durch die unaufhaltsame Zunahme von Fettleibigkeit und Diabetes hervorgerufen werden. Obwohl 90 Prozent der 10 Millionen britischen Pfund des 5-jährigen Projekts aus der Staatskasse stammen werden, gibt es eine hervorstechende Beteiligung großer multinationaler Nahrungs- und Getränkehersteller an diesem Projekt. Der Leitartikel warnt, dass dies Fragen bezüglich des Gleichgewichts eines möglichen Nutzens zwischen der öffentlichen Gesundheit auf der einen Seite und der Geschäfte der Unternehmen auf der anderen aufwerfen wird. Die Folgerung des Leitartikels lautet daher: "Es ist wohl kaum überraschend, dass Andrew Lansley versucht, von der vorherigen Regierung getroffene Entscheidungen zu stoppen. Allerdings läuft er Gefahr, die Aufmerksamkeit von den akuten Risiken für die öffentliche Gesundheit abzulenken, die durch die unaufhaltsame Zunahme von Fettleibigkeit und Diabeteserkrankungen hervorgerufen werden. Insbesondere im Rahmen der aktuellen ernsten finanziellen Sparmaßnahmen sollten britische Führungskräfte vermeiden, überflüssige und keineswegs hilfreiche öffentliche Stellungnahmen abzugeben. Stattdessen sollte sie ihre Energien der Gestaltung einer zukunftsträchtigen Gesundheitspolitik widmen, einer, die den Familien klare und handfeste Unterstützung einer effektiven Schulung darin bietet, wie wichtig eine gute Ernährung für Wachstum, Gesundheit und Zukunft ihrer Kinder ist." Quelle: Editorial. School dinners: a healthy choice? . Lancet 2010; 376: 69 http://www.thelancet.com |
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