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Erhöhte Triglycerid-Werte im Blut steigern das Risiko einer koronaren Herzkrankeit Neue Forschungen in der Genetik lassen vermuten, dass erhöhte Werte der im Blutstrom transportierten Triglyceride (Fette) eine wichtige Ursache von Herzerkrankungen sein können. Die aktuell veröffentlichten Ergebnisse stammen von einem bedeutenden internationalen Konsortium, geleitet von Dr. Nadeem Sarwar und Professor John Danesh von der University of Cambridge. Die Resultate ermutigen zur Durchführung von Studien mit Medikamenten, die Triglycerid-Werte senken können. Die koronare Herzkrankheit kostet jährlich etwa 7 Millionen Menschenleben, sie ist daher die weltweit häufigste Ursache für Tod und Invalidität. Es ist bestens bekannt, dass hohe Werte von LDL-Cholesterinen im Blut Herzerkrankungen auslösen. Dies führte zur Entwicklung von Medikamenten, die zur Bekämpfung der Herzkrankheiten LDL-Cholesterin-Werte absenken. Im Gegensatz hierzu ist die Bedeutung anderer Blutfette wie den Triglyceriden auf das Risiko von Herzerkrankungen noch nicht bestimmt worden. Triglyceride, die in der Leber produziert wurden oder aus der Nahrung stammen, zählen zu den wichtigsten Energiequellen des Menschen. Trotz der jahrzehntelangen Forschung bleibt bislang unklar, ob erhöhte Triglycerid-Werte im Blut Herzerkrankungen verursachen. Die neue Studie nutzte einen neuen Ansatz, der mit Hilfe genetischer Informationen Aspekte einer Medikamentenstudie imitierte. Diese als ‘Mendel-Randomisierung‘ bezeichnete Analyse beinhaltet den Vergleich der Herzerkrankungs-Risiken bei Personen, die erblich bedingt verschiedene Versionen eines Gens besitzen, dass bekanntermaßen Triglycerid-Werte im Blut beeinflusst. Nach der Analyse von 350 000 Personen aus 101 Studien konnten die Forscher darlegen, dass Menschen mit einer genetisch programmierten Tendenz zu höheren Triglycerid-Werten auch ein größeres Risiko für Herzerkrankungen aufwiesen. Dr. Sarwar stellt fest: "Obwohl diese genetischen Ergebnisse mit einer ursächlichen Rolle der Triglyceride in der Entwicklung von Herzkrankheiten übereinstimmen, ersetzen sie nicht die Notwendigkeit großer randomisierter klinischer Studien zu Medikationen, die Blut-Triglyceride senken können. Solche Studien sollten festlegen helfen, ob ein Absenken der Triglycerid-Werte das Risiko von Herzerkrankungen senken könnte." In einem begleitenden Kommentar bemerken Dr. Guillaume Pare und Dr. Sonia S. Anand vom Population Genomics Program am Department of Clinical Epidemiology and Biostatistics der McMaster University im kanadischen Hamilton: "Dieses Experiment liefert entscheidende Hinweise auf die Verknüpfung zwischen dieser genetischen Variante der Triglyceride und dem Risiko einer koronaren Herzerkrankung. Die wahre Natur des Effekts der Triglyceride auf koronare Risiken bedarf noch immer weiterer Klärung." Quelle: Triglyceride Coronary Disease Genetics Consortium and Emerging Risk Factors Collaboration. Triglyceride-mediated pathways and coronary disease: collaborative analysis of 101 studies. Lancet 2010; 375: 1634 http://www.thelancet.com |
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