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Gesundheitsreform in den USA: endlich ein Sieg Der aktuelle Leitartikel gratuliert zur Billigung des Gesetzes zur US-amerikanischen Gesundheitsreform, da diese den Zugang zur Gesundheitsfürsorge zu erweitern und die Lücke zwischen finanziellem Aufwand und gesundheitlichen Ergebnissen zu schließen beabsichtigt. Nach Ansicht des Leitartikels ein "exzellenter Start in die richtige Richtung". Die großen Gewinner sind nach Feststellung des Leitartikels die gegenwärtig 32 Millionen unversicherten Amerikaner, die vormals zu krank oder zu arm waren, um einen Anspruch auf Versicherung zu haben. Diese werden bis 2014 abgesichert sein. Im Jahr 2019 werden 95 Prozent der Bevölkerung Versicherungsschutz genießen. Das neue Gesetz zwingt Versicherer, alle Antragsteller ungeachtet ihres Gesundheitsstatus zu akzeptieren. Der Leitartikel stellt heraus, dass die erweiterte Absicherung der privaten Gesundheitsindustrie einen Nutzen bringen wird. Allerdings werden auf die regierungseigenen Versicherungsprogramme für ältere Menschen und Bürger mit niedrigem Einkommen, Medicare und Medicaid, "katastrophale zusätzliche betriebliche und finanzielle Lasten zukommen, wofür innerhalb des gegenwärtigen Gesetzes Lösungen nur unklar definiert sind." Hervorgehoben werden auch die verschiedenen Faktoren, die Amerikas Gesundheitskosten weiter in die Höhe treiben könnten, gegenwärtig 19 Prozent des Bruttoinlandsprodukts oder 2,5 Billionen US-Dollar. Zu diesen Faktoren zählen der Wechsel von Blockbuster-Präparaten für alle hin zur personalisierten Medizin wie auch die alternde Bevölkerung des Landes. Der Leitartikel stellt fest: "Die geplanten kostensenkenden Optionen wie die Initiative, Qualität statt Quantität der geleisteten Fürsorge zu bezahlen (Zahlen-für-Leistung statt Einzelleistungsvergütung), als auch die Initiative, Krankenhäuser für hohe Wiedereinlieferungsraten zu belangen, sind sehr zu begrüßen, werden die Gesundheitskosten aller Wahrscheinlichkeit nach jedoch nicht senken." Eine vorbeugende Gesundheitsfürsorge, darunter verstärkte körperliche Aktivität und gesündere Ernährung, seien die Schlüssel zum Erfolg des Gesetzes. Der Leitartikel bemerkt: "Vorbeugende Änderungen der Verhaltensweisen, notwendig für das Wohlbefinden der gesamten Gesellschaft, sind nicht nur am schwierigsten umzusetzen, sie sind auch jene, die bei Nichtbeachtung den Kosten der Gesundheitsfürsorge des Landes einen harten Tribut auferlegen werden. Das Gesetz beginnt diese Fragestellung zu erfassen, beispielsweise, indem die Kennzeichnung der Kalorienwerte der Nahrungsmittel in Restaurantketten und aus Automaten vorgeschrieben wird. Der Erfolgsdruck sollte auch medizinische Hochschulen erreichen, wo in der Ausbildung von Ärzten der Primärversorgung größeres Gewicht auf routinemäßige Hilfe und vorbeugende Medizin gelegt werden muss." Der Leitartikel fügt hinzu: "Der Erfolg des Gesetzes zur Gesundheitsreform wird weit gehend von seiner Akzeptanz in der Öffentlichkeit abhängen. Die meisten Amerikaner bleiben besorgt angesichts der höheren Steuern, die erhoben werden, um die Kosten des Gesetzes abzudecken. Sie sehen das Recht der Regierung, in die private Entscheidungsfreiheit der Bürger einzugreifen, eher skeptisch. Anders als die meisten Europäer denken Amerikaner, dass die Entscheidungsfreiheit ein unmittelbares Menschenrecht ist, wohingegen die Absicherung der Gesundheit eine Belohnung sei und erst verdient werden müsste (durch Arbeit). Die Regierung Obama muss erst noch ihre Bürger überzeugen, dass Gesundheitsfürsorge ein Menschenrecht ist und kein Privileg. Unter diesem Aspekt bietet das gegenwärtige Gesetz den Armen eine minimale grundlegende Versorgung, während vermögende Einzelpersonen weiterhin die Möglichkeit haben werden, eine zusätzliche Absicherung zu wählen." Die Folgerung des Leitartikels stellt fest: "Der Gesetzgebung zur US-Gesundheitsreform sollte applaudiert werden, da sie den Zugang zur Gesundheitsfürsorge zu erweitern und die Lücke zwischen finanziellem Aufwand und gesundheitlichen Ergebnissen zu schließen beabsichtigt. Sie repräsentiert einen exzellenten Start in die richtige Richtung." Quelle: Editorial. US health-care reform: victory, at last. Lancet 2010; 375: 1135 http://www.thelancet.com |
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