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'World Pneumonia Day': Weltweite Aktionen gegen Lungenentzündung bei Kindern gefordert Ein aktueller Kommentar beleuchtet den bislang ersten 'World Pneumonia Day' am 2. November, wie auch die geplanten Strategien von Weltgesundheitsorganisation WHO und UNICEF, mit welchen diese vergessene todbringende Erkrankung bei Kindern bekämpft werden soll. Der Kommentar wurde von Dr. Bill Frist von der Vanderbilt University in Nashville und dem ruandischen Gesundheitsminister Dr. Richard Sezibera verfasst. Dr. Frist ist früherer Mehrheitsführer des US-amerikanischen Senats, Treuhänder von 'Save the Children', und führt den Vorsitz bei der 'Survive to 5 Campaign' sowie 'Hope Through Healing Hands'. Jährlich sterben 9 Millionen Kinder unter 5 Jahren, 2 Millionen davon auf Grund einer Lungenentzündung. Die Autoren bemerken, dass nahezu die Hälfte dieser Todesfälle mit vorhandenen Impfstoffen verhindert, und dass die Mehrzahl der Fälle mit preisgünstigen Antibiotika behandelt werden könnte. Es mehren sich die Anzeichen, dass die globale Gemeinschaft bereit ist, sich der Lungenentzündung bei Kindern anzunehmen. Die jüngst gegründete 'Global Coalition against Pneumonia' ist ein etwa 100 Mitglieder starkes und noch wachsendes internationales, der Bekämpfung dieser Erkrankung gewidmetes Netzwerk. Die Befürworter hoffen, dass der erste 'World Pneumonia Day' helfen wird, die Aufmerksamkeit auf diese Erkrankung zu ziehen. Die Autoren diskutieren den geplanten, 'Action Plan for Prevention and Control of Pneumonia' (GAPP) genannten 6-Jahres-Plan der WHO und der UNICEF. Dieser Plan soll am 'World Pneumonia Day' vorgestellt werden und zielt darauf ab, Kindern eine Umwelt zu bieten, in der sie ein geringeres Risiko einer Lungenentzündung haben, die Entwicklung der Erkrankung zu vermeiden und jene zu behandeln, die bereits infiziert sind. Wesentliche Maßnahmen beinhalten das ausschließliche Stillen in den ersten sechs Lebensmonaten, den Einsatz von Impfstoffen sowie die Behandlung der Erkrankung in Kliniken und wichtiger noch, auf kommunaler Ebene. Die Autoren sagen voraus, dass die erfolgreiche Einführung des GAPP die Kindersterblichkeit auf Grund der Lungenentzündung erheblich verringern könnte. Die Folgerung der Autoren lautet daher: "Wir leben in einer Welt unbegrenzter Möglichkeiten. Herzen werden transplantiert, DNA wird decodiert, und neue medizinische Entdeckungen sind an der Tagesordnung. Doch noch immer scheitern wir daran, jene finanzschwachen Gemeinschaften mit grundlegendster Fürsorge und Medikamenten bestmöglich zu versorgen, die wir als selbstverständlich betrachten. Was kann dieses Rätsel lösen? Die Antwort ist eine engagierte Gemeinschaft beider Seiten, der Geber- und der Entwicklungsländer, damit die Gesundheit der Kinder Vorrang erhält. Dies in Kombination mit einem einfachen Maßnahmenpaket, das die wichtigsten Anforderungen des Überlebens unterstützt. Finanzkraft und politischer Wille stehen zwischen den Kindern und ihrer Zukunft. Mit den richtigen Mitteln sollten wir die nächste Generation von Führungskräften und Ärzten nicht im Stich lassen." Quelle: Bill Frist, Richard Sezibera. Time for renewed global action against childhood pneumonia. Lancet 2009; 374: 1485 - 1486 http://www.thelancet.com |
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