Deutsche Website   

Logo LancetAktuellÜber LancetAbonnementKontaktLeere Leiste


English Site:

Home

Register

E-Toc

Subscribe



In Kooperation mit www.wissenschaft-online.de


Übersicht

THE LANCET   31.07.09
 
- Druckversion

----------

Fragen der Sicherheit und der Versorgung rund um den H1N1-Impfstoff

----------

Ein aktueller Leitartikel stellt fest, dass die Länder nach dem Verkauf des künftigen H1N1-Impfstoffs eine strenge Überwachung bereits eingerichtet haben sollten. Es besteht die Gefahr, dass Länder das Zulassungsverfahren verkürzen und somit die üblichen Anforderungen bezüglich Sicherheit und Wirksamkeit umgehen könnten. Der Leitartikel fordert auch, dass die USA die von der Weltgesundheitsorganisation WHO vorgeschlagenen Strategien unterstützen sollen, nach denen die vorhandene Dosismenge des H1N1-Schweinegrippe-Impfstoffs länger ausreichen könnte.

Am 7. Juli hat die WHO-Expertenkommission SAGE (Advisory Group of Experts on Immunization) empfohlen, dass aus Öl-in-Wasser-Adjuvantien und abgeschwächten Grippe-Lebendimpfstoffen zusammengesetzte Vakzine gefördert werden sollten, um die weltweite Versorgung mit einem Impfstoff zu erhöhen. Diese Impfstoffe böten zudem besseren Schutz vor Virenstamm-Variationen. Bislang scheinen die USA diesen Empfehlungen nicht nachkommen zu wollen. "Der Gebrauch von Hilfsstoffen würde rein zufällig zeigen, dass sie notwendig oder von deutlichem Nutzen waren", teilt Jesse Goodman, Chefwissenschaftler und stellvertretender Direktor der US-amerikanischen Arzneimittelzulassungsbehörde FDA in einer Presseinformation am 17. Juli mit. Der Leitartikel meint hierzu: "Die USA müssen den Einsatz Dosis-sparender Strategien unterstützen, um die Auszehrung einer bereits eingeengten Impfstoffversorgung zu vermeiden."

Der Leitartikel bemerkt: "Einige fürchten eine Wiederholung des H1N1-Ausbruchs im Jahr 1976 in den USA, als die Massenimpfungen mit Komplikationen verknüpft waren, welche die Kampagne stoppten und zu einer Rücknahme des Impfstoffs vom Markt führten."

Die Folgerung des Leitartikels lautet: "Die Länder müssen Nutzen und Risiken einer beschleunigten Zulassung eines H1N1-Impfstoffs sorgfältig abwägen, insbesondere, da die Krankheit bislang ausgesprochen mild verlief und sich die meisten Patienten vollständig erholt haben. Sie müssen außerdem sicher stellen, dass sie für die Zeit nach dem Verkauf eine strenge Überwachung eingerichtet haben, und dies noch bevor der Impfstoff auf den Markt gebracht wird."

Quelle: The Lancet. Supply and safety issues surrounding an H1N1 vaccine. Lancet 2009; 374: 358
 
http://www.thelancet.com
 
----------

- Als E-Mail versenden



Suche Oben
Suche links
 Schnellsuche*
 
 * in den Pressemeldungen
Suche rechts
Suche unten